5 Tipps gegen Morgenmüdigkeit

Meine 5 Geheim Tipps für mehr Frische und Energie am Morgen

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Ach wie gern habe ich den Satz „Morgenstund hat Gold im Mund“ und wie beneide ich alle die fröhlich und voller Tatendrang aus dem Bett hüpfen. So bin auch ich früher aus dem Bett gesprungen, erholt und Energiegeladen. Trotz spätem ins Bett gehen…

Mit den Jahren nahm die Energie mehr und mehr ab und von wirklicher Frische ist morgens nicht mehr viel zu merken. Dabei gehe ich deutlich früher zu Bett und stehe später auf. Schweigsam versorge ich die Familie und mache deutlich, mich besser nicht zu fragen wie ich geschlafen habe, da ich sonst postwendend wieder ins Bett steige.
Und da ist immer von seniler Bettflucht die Rede, scheint bei mir umgekehrt zu sein.

Das ist total schade, ich möchte meine alte Energie zurück…

Ist etwa das Alter und die Wechseljahre schuld? Lässt die Kraft nach? Fehlen mir Vitamine?

Da hilft nur ein Erforschen im Selbstversuch, was kann ich ändern, damit es mir morgens wieder besser geht. Und da mir Yoga schon in so vielen Lebenslagen geholfen hat, schaue ich zuerst was ich aus yogischer Sicht tun kann.

Hier kommen meine Tipps für mehr Frische am Morgen:

1. Positiv auf den Tag ausrichten
Happy mind – Happy people

Nach dem Aufwachen nicht sofort aus dem Bett springen und in Gedanken die Agenda des Tages runterleiern, das zieht einen ja schon runter bevor man die Füße aus dem Bett hat. Stattdessen eine Minute ruhig liegenbleiben und sich darauf besinnen, was das Leben dir geschenkt hat, wofür Du dankbar sein kannst und wie sich dein gesunder Körper anfühlt.
Diese positive Ausrichtung verhilft Dir augenblicklich zu mehr Lebensfreude und das Sein im Hier und Jetzt zu einer Gelassenheit (trotz einer langen Agenda)

2. Das Morgengetränk aus dem Ayurveda

Statt die Kaffeemaschine anzuschmeißen, versuche ein großes Glas lauwarmes (am besten abgekochtes Wasser) in das Du eine halbe Zitrone gepresst hast. In kleinen Schlucken trinken.
Das durchspült den Körper nach der langen Trockenperiode der Nacht, bringt die Verdauung in Schwung und da Zitrone basisch wirkt, tust Du Deinen Zellen etwas richtig Gutes.

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3. Die Wechselatmung – Nadi Shodana

Setze Dich für einige Minuten (5 reichen schon) in der einfachen Sitzhaltung auf den Boden. Suche dafür einen stillen Platz in der Wohnung und wenn es nicht zu kalt ist öffne das Fenster.

Dann beginne mit der rechten Hand, in dem Du Zeige- und Mittelfinger auf den Daumenballen legst und Ring-/ und kleinen Finger streckst. Deine Hand bildet nun eine kleine Zange, die linke Hand liegt ruhig im Schoß. Du beginnst mit einer tiefen Ein-/ und Ausatmung bis in den Bauch. Dann verschließt du mit dem Ringfinger sanft das linke Nasenloch und atmest nur über das rechte ein und wieder aus und wieder ein. Dann verschließt du das rechte und atmest links aus – links ein, rechts aus – rechts ein, links wieder aus – links ein, rechts aus – rechts ein….mache weiter in dem Rhythmus bis deine Zeit die du dir vorgenommen hast vorbei ist.

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Stelle am besten Deinen Timer am Handy. Dann bist du nicht abgelenkt durch das Gefühl wie spät es wohl schon ist.

Die Wechselatmung bewirkt auf allen Ebenen des Körpers etwas:

Körperlich erhöht sie die Lungenkapazität und öffnet die Nasendurchgänge was belebend wirkt. Sie hilft gut bei Allergien, Asthma und beugt Erkältungskrankheiten vor.

Energetisch reinigt sie die Energiekanäle (die Nadis) damit das Prana (die Lebensenergie) ungehindert fließen kann. Praktiziert man diese Atemtechnik am Morgen legt man das Gewicht auf das rechte Nasenloch, am Abend auf das linke! Der rechte Energiekanal (Pingala – Yang) steht für die aktive, männliche Sonnenenergie, der linke für die weibliche, ruhige Mondenergie (Ida – Yin)

Geistig fördert Nadi Shodana die Konzentration und hilft zur inneren Ruhe und Kraft zu finden. Kraft die wir alle in unseren schnellen, aktiven Leben so dringend benötigen. Emotionelle Ungleichgewichte werden umgewandelt in das ruhige Gefühl der Stärke.

4. Einige Minuten Yogapraxis am Morgen – ein völlig anderes Gefühl in den Tag zu starten

Bleibe auf der Yogamatte und stelle dir wieder den Timer – 10 Minuten reichen.

Dann beginne ruhig und langsam Sonnengrüße zu üben. Der Sonnengruß trainiert den ganzen Körper – jeder Muskel wird einmal trainiert, alles einmal gedehnt. Versuche die Atmung mit den Bewegungen zu koordinieren um so in einen Fluß von Atem und Bewegung zu kommen, indem Du alle Gedanken loslassen kannst. So bist Du noch einmal 10 Minuten vollkommen bei Dir selbst, bevor du dich den Rest des Tages wieder um alle anderen kümmerst.

Dein Körper wird sich anschließend leicht und energetisiert anfühlen. Das verspreche ich.

5. Die Wechseldusche für den Kreislauf

Ja ich weiß, das fällt schwer. Aber man gewöhnt sich dran… Zuerst warm bzw heiß starten und all die Dinge tun, die Frau unter der Dusche so tut.

Zum Abschluss der ganzen Duschprozedur, dann einmal kalt, einmal warm, einmal kalt abduschen. Unbedingt mit kalt enden! Und noch ein Tipp, Du kannst ja erst mal mit Beinen anfangen, dann die Arme…Und in den nächsten Tagen traust Du dich dann an Rücken und Bauch. Stück für Stück vorarbeiten nennt man das…
Das macht ein straffes Bindegewebe (das ist doch ein echtes Argument), regt den Kreislauf an und…macht unglaublich stolz wenn man’s geschafft hat.

Außerdem: Kalt zu duschen, daran glauben die Yogis fest, lädt die Aura mit positiver Energie auf.

Ich kann nur sagen, nach diesem Morgenritual bin ich frisch wie ein Fisch im Wasser. Und insgesamt schafft man das ganze Programm locker in 20-30 Minuten. Es lohnt sich diese Zeit früher aufzustehen, denn der Tag beginnt mit einem völlig anderen Lebensgefühl – versprochen!

Viel Spaß beim Ausprobieren!

Sat Nam – Eure Ann


Kategorie: Allgemein, Yoga World